Der Weg hierher ist der einfachere. Was viele übersehen: Für die spätere Rückkehr in die Schweiz gelten deutlich strengere Regeln — und die Vorbereitung dafür beginnt Monate vorher.
Warum das hier steht
Hund und Katze dürfen einreisen, und der Papierkram ist überschaubar. Die Fehler passieren woanders: beim Zeitfenster der Impfung, bei der Hitzegrenze der Airline, bei der Rasse — und bei der Rückreise.
Was die Dominikanische Republik verlangt
Zuständig ist die Dirección General de Ganadería (DIGEGA) im Landwirtschaftsministerium. In der Praxis brauchst du:
- Ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis aus der Schweiz, kurz vor Abflug ausgestellt — üblich sind zehn Tage Gültigkeit. Es muss vom Kantonstierarzt beglaubigt sein.
- Eine gültige Tollwutimpfung. Sie muss zum Reisezeitpunkt schon eine Weile zurückliegen (üblich: mindestens 30 Tage) und darf nicht abgelaufen sein.
- Behandlung gegen innere und äussere Parasiten, dokumentiert im Impfpass.
- Eine Einfuhrgenehmigung der DIGEGA. Sie wird vor der Reise beantragt; Airline oder Agent übernehmen das oft.
- Einen Mikrochip. Für die Einreise nicht immer zwingend, für die Rückkehr unverzichtbar — lass ihn setzen, bevor die Tollwutimpfung erfolgt.
Bei der Ankunft folgt eine Kontrolle am Flughafen, teils gegen Gebühr.
⚠️ Fristen und Formulare ändern sich. Verbindlich ist die DIGEGA, nicht diese Seite — hol die aktuelle Liste dort und rechne einen Puffer ein.
Der Flug
- In der Kabine dürfen nur kleine Tiere mit, meist bis rund acht Kilogramm samt Tasche. Anmeldung bei der Buchung, die Plätze pro Flug sind begrenzt.
- Als Frachtgut reisen grössere Tiere, in einer IATA-konformen Box. Die muss so gross sein, dass das Tier darin stehen und sich drehen kann — kauf sie früh und gewöhne das Tier daran.
- Hitzegrenzen: Airlines verweigern Tiertransporte ab bestimmten Aussentemperaturen. Bei einem tropischen Ziel ist das keine Theorie. Frühe Morgen- oder Nachtflüge und die kühleren Monate sind im Vorteil.
- Kurznasige Rassen (Mops, Bulldogge, Perserkatze) werden von vielen Airlines gar nicht befördert — bei ihnen ist das Atemrisiko im Flug erhöht.
- Direkt fliegen, wenn möglich. Jeder Umstieg bedeutet Umladen, Warten und ein weiteres Regelwerk.
- Keine Beruhigungsmittel ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
Hier angekommen
- Hitze und Zecken sind das Hauptthema. Spaziergänge früh und spät, nie mittags auf Asphalt, immer Wasser dabei.
- Zeckenübertragene Krankheiten wie Ehrlichiose sind hier verbreitet. Prophylaxe mit einer lokalen Tierarztpraxis besprechen — die Mittel und Intervalle unterscheiden sich von der Schweiz.
- Leishmaniose und Herzwurm kommen in der Region vor.
- Tierärztliche Versorgung ist in Santo Domingo, Santiago und den Touristenzentren gut, auf dem Land dünn.
- Streunerhunde gehören zum Bild. Ein Leinenhund ohne Erfahrung damit braucht Zeit.
Und wenn du zurückwillst
Das ist der Teil, der Geld und Monate kostet, wenn man ihn zu spät entdeckt.
Die Dominikanische Republik zählt nicht zu den Ländern, aus denen Hunde und Katzen ohne zusätzliche Nachweise in die Schweiz und die EU einreisen dürfen. Für die Rückreise gilt darum in der Regel:
- Mikrochip — vor der Tollwutimpfung gesetzt, sonst zählt die Impfung nicht.
- Tollwutimpfung nach dem Chip.
- Bluttest auf Tollwut-Antikörper (Titertest) in einem zugelassenen Labor, frühestens 30 Tage nach der Impfung.
- Danach eine Wartefrist von drei Monaten bis zur Einreise.
⚠️ Drei Monate plus Laborzeit heisst: Wer im Frühling zurückwill, fängt im Herbst an. Verbindlich ist das BLV — kläre die aktuellen Anforderungen dort, bevor du buchst.
Wenn du damit rechnest, irgendwann zurückzukehren: Halte die Tollwutimpfung lückenlos gültig. Reisst die Kette, beginnt das Verfahren von vorn.