Die erste Anschaffung nach der Landung. Ohne lokale Nummer bekommst du kein Taxi, keine Lieferung, keinen Handwerker und keine Bankbestätigung — hier läuft praktisch alles über WhatsApp.
Warum das hier steht
Roaming aus der Schweiz ist teuer, und viele lokale Dienste verweigern die Arbeit mit einer ausländischen Nummer. Eine dominikanische SIM ist am ersten Tag wichtiger als ein Bankkonto.
Die drei Anbieter
| Stärke | Wo es hakt | |
|---|---|---|
| Claro | Grösstes Netz, mit Abstand die beste Abdeckung auf dem Land und in den Bergen | Nicht immer der günstigste Tarif |
| Altice | Stark in Santo Domingo, Santiago und den Touristenzentren, oft attraktive Pakete | Abdeckung im Landesinneren dünner |
| Viva | Der kleinste Anbieter, meist der billigste | Netz am schwächsten, ausserhalb der Städte spürbar |
Faustregel: Wenn du ausserhalb der Städte wohnst oder viel unterwegs bist, nimm Claro. In der Stadt kannst du nach Preis entscheiden.
Wer ohnehin Festnetz-Internet sucht, findet die Anbieter dort teils wieder → Internet
Prepaid oder Vertrag?
Prepaid (prepago) ist der Normalfall und für die meisten Zugezogenen die richtige Wahl:
- Sofort verfügbar, ohne Bonitätsprüfung.
- Aufladen (recarga) überall — Colmado, Tankstelle, App, Supermarkt.
- Datenpakete tage-, wochen- oder monatsweise.
- Kein Vertrag, der beim Wegzug gekündigt werden muss.
Vertrag (postpago) lohnt sich erst, wenn du länger bleibst. Dafür brauchst du in der Regel Cédula, Adressnachweis und teils eine Kaution — also frühestens nach der Residencia → Residencia beantragen
SIM kaufen: was du mitbringen musst
SIM-Karten sind registrierungspflichtig. Im Laden brauchst du deinen Pass (mit Residencia: die Cédula). Kauf die Karte im offiziellen Shop, nicht am Strassenstand — dort bekommst du eine Karte, die auf jemand anderen läuft, und verlierst sie mitsamt Nummer, sobald es ein Problem gibt.
Die Registrierung erledigt der Shop vor Ort in wenigen Minuten.
eSIM und das Schweizer Handy
- Dein Schweizer Handy funktioniert hier, sofern es SIM-Lock-frei ist. Lass es vor der Abreise entsperren — nachträglich aus dem Ausland ist es mühsam.
- eSIM wird von den lokalen Anbietern zunehmend unterstützt und ist praktisch, wenn du parallel eine Schweizer Nummer behalten willst. Frag im Shop nach, ob dein Modell unterstützt wird.
- Reise-eSIMs (Airalo und ähnliche) sind gut für die ersten Tage, aber teurer pro Gigabyte und geben dir keine dominikanische Nummer — für Behörden, Banken und Handwerker brauchst du eine lokale.
Die Schweizer Nummer behalten?
Oft sinnvoll: Zweifaktor-Codes von Schweizer Banken, Behördenpost, alte Kontakte. Zwei Wege:
- Günstiges Prepaid-Abo in der Schweiz behalten und die SIM im zweiten Slot oder als eSIM mitführen. Achte auf die Verfallsfrist — viele Prepaid-Karten werden inaktiv, wenn monatelang nichts läuft.
- Nummer zu einem Anbieter portieren, der reine Datenverbindungen und SMS günstig hält.
⚠️ Stell vor der Abreise um, was an der Nummer hängt: E-Banking, Zweifaktor-Apps, Versicherungen. Eine Nummer, die stirbt, während dein E-Banking daran hängt, ist ein Wochenendprojekt mit Fernberatung.
Wie hier telefoniert wird
- WhatsApp ist der Standard. Firmen, Ämter, Ärzte, Handwerker, Lieferdienste — praktisch alles läuft darüber, häufig per Sprachnachricht.
- Vorwahlen: 809, 829 und 849 gehören alle zur Dominikanischen Republik. Die Landesvorwahl ist +1, Nummern werden zehnstellig gewählt.
- Aus der Schweiz wählst du
+1 809 …. - Notruf 911 funktioniert ohne Guthaben und ohne SIM-Registrierung.
- Anrufe ins Ausland über die App statt über das Netz — sonst wird es teuer.
Wenn etwas nicht stimmt
Der Regulator ist INDOTEL. Bei Streit über Rechnungen, Abzüge oder Netzqualität kannst du dort eine Beschwerde einreichen, nachdem du sie beim Anbieter platziert hast. Das ist kein Papiertiger — Reklamationen werden bearbeitet.